Verkehr durch Reudern muss reduziert werden!
Betr.: Antrag auf Verbesserung der Verkehrssituation in Reudern
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Heirich!
Die SPD-Fraktion im Nürtinger Gemeinderat hatte sich - wie andere Fraktionen auch - für die sogenannte „kleine Umfahrung“ Reuderns eingesetzt. Sie hat die Situation in Reudern ausführlich mit den Ortschaftsräten diskutiert und in diesem Gespräch wie auch im folgenden Presseartikel die kleine Umfahrung befürwortet. Die Fraktion sieht es daher als ihre Pflicht an, das Projekt Verkehrsreduzierung in Reudern weiterzuverfolgen. Da - laut Bericht der „Nürtinger Zeitung“ vom 20. Oktober 2007 - eine Umfahrung Reuderns in absehbarer Zeit nicht zustande kommen wird, muss nach anderen Lösungen gesucht werden. Gleichzeitig sollten alle Schritte unternommen werden, um die Möglichkeit einer Umfahrung zu sichern, auch wenn dies erst in ferner Zukunft sein wird.
Eine Verringerung des Verkehrs in Reudern ist schon deswegen geboten, weil nach Fertigstellung des neuen Krankenhauses auf dem Säer der Verkehr zwischen Reudern und Kirchheim auf jeden Fall zunehmen wird.
Die Stadtverwaltung möge daher folgende Schritte unternehmen:
1. Die Stadtverwaltung veranlasst die Aufnahme der Umfahrung Reuderns in die Neuauflage des Bundesverkehrsplans 2015 (falls es nicht möglich ist, sich bereits 2009 an die Fortschreibung des Bundesverkehrsplans anzuhängen). Auf jeden Fall soll die Trasse im Flächennutzungsplan festgeschrieben und damit freigehalten werden.
2. Die Stadt Nürtingen stellt einen Antrag, dass Gelder aus dem Gemeindefinanzierungsgesetz (GVFG) für den Bau der Umfahrung verwendet werden können; auf die Stadt käme dann eine Beteiligung von 40% zu.
3. Die Stadt Nürtingen prüft, ob eine Verlängerung der Nordtangente auf den Säer überhaupt sinnvoll ist und verantwortet werden kann, wenn Reudern nicht zeitgleich eine Umfahrung erhält. Die SPD-Fraktion fürchtet, dass dann noch mehr Verkehr durch Reudern fließen wird.
4. Die Stadt Nürtingen unternimmt geeignete Schritte, um baldmöglichst die Herabstufung der Bundesstraße zur Landesstraße zu erreichen. Die Umwidmung müsste von Göppingen aus erfolgen; die neue B 297 in diesem Abschnitt verliefe dann über die B 10 und den Autobahnzubringer (B 313) nach Nürtingen. Dann können zumindest teilweise Fahrverbote oder Fahrbeschränkungen durch Reudern ausgesprochen werden.
5. Falls es nicht gelingt, die B 297 zu verlegen, müsste die Stadt versuchen, auf der Bundesstraße Fahrbeschränkungen zu erreichen. Um die benötigten Unterlagen (Verkehrszählungen) zu erhalten, veranlasst die Stadt Nürtingen geeignete Verkehrszählungen, um auf folgende Fragen eine Antwort zu finden:
a. Wie viele LKW bzw. PKW fahren durch Reudern bzw. biegen nach Oberboihingen ab?
b. Wie viele dieser LKW kann man als Mautflüchtlinge bezeichnen? (dabei muss die Fahrstrecke durch Nürtingen nachvollzogen bzw. eruiert werden)
c. Wie viele Fahrzeuge, die von Reudern nach Nürtingen fahren, verteilen sich auf folgende Straßen:
i. Tiefenbachstraße
ii. Rümelinstraße
iii. Kirchheimer Straße iv. Werastraße
d. Woher kommen die Fahrzeuge, die von Nürtingen nach Reudern fahren?
e. Wie viele Fahrzeuge benützen den Schleichweg über Krankenhaus-Parkplatz / Säerstraße?
6. Die Stadt Nürtingen erkundigt sich bei Fachleuten nach möglichen Maßnahmen gegen Mautflüchtlinge und setzt diese um. Die SPD-Fraktion hofft, dass mit einigen dieser Maßnahmen eine deutliche Entlastungen des Verkehrsaufkommens in Reudern erzielt werden kann, und bittet um eine zügige Ausführung der genannten Maßnahmen.
