Otmar Heirich wiedergewählt
Der alte und neue Oberbürgermeister von Nürtingen heißt Otmar Heirich (SPD). Er setzte sich im zweiten Wahlgang am 23. Oktober klar gegen seine Konkurrenten durch. Die Nürtinger Bürgermeisterin Claudia Grau erhielt 32 Prozent der Stimmen, Heirich bekam knapp 50 Prozent.
Heirich dankte seinen Wählerinnen und Wählen und rief alle Nürtingerinnen und Nürtinger zur Zusammenarbeit auf.
Das amtliche Endergebnis:
Otmar Heirich 49,61 %
Sebastian Kurz 12,35 %
Andreas Deuschle 3,95 %
Manfred Schrauder 1,09 %
Claudia Grau 32,12 %
Sonstige 0,88
SPD-Ortsverein und SPD-Fraktion gratulieren dem alten und neuen Oberbürgermeister Heirich sehr herzlich und wünschen ihm eine gute Zusammenarbeit mit allen Nürtingerinnen und Nürtingern zum Wohl der Stadt.
Am 23. Oktober musste nochmals gewählt werden
Da keiner der sechs Bewerber am 9. Oktober die absolute Mehrheit erreicht hatte, musste am 23. Oktober ein zweiter Wahlgang stattfinden.
Es kandidierten:
Otmar Heirich
Sebastian Kurz
Andreas Deuschle
Die anderen Kandidaten - Frau Geier-Baumann, Herr Buck und Herr Bihl - traten nicht mehr an.
SPD-Ortsverein Nürtingen unterstützt OB Heirich.
Wo bleibt das Positive? Zur Bilanz von Oberbürgermeister Heirich
Es hat wohl manchen Leserbriefschreibern und –schreiberinnen Spaß gemacht, möglichst viele Dinge aufzuzählen, die in den letzten Jahren in Nürtingen schiefgelaufen sind. Da ist das eine oder andere sicher berechtigt, wobei die „Schuld“ nicht immer beim OB alleine lag. Und vieles ist auch eine Frage der Finanzierung – immerhin waren in den letzten acht Jahren zwei Wirtschaftskrisen zu überstehen, und Nürtingen war Ende 2009 praktisch schuldenfrei.
Zu einer fairen Beurteilung gehört aber, auch die Vorhaben zu nennen, die gelungen sind und Nürtingen in sozialer, wirtschaftlicher, ökologischer und kultureller Hinsicht nach vorne gebracht haben. Das scheint manchen nicht der Rede wert zu sein. Und hat doch Nürtingen, teilweise über seine Grenzen hinaus, positiv geprägt. Ein paar Beispiele sind im nächsten Beitrag aufgeführt. Es ist, sachlich betrachtet, nicht nachzuvollziehen, dass sich eine solche Anti-Heirich-Stimmung breitgemacht hat, ja dass sie ganz bewusst geschürt wurde, um den Oberbürgermeister loszuwerden. Und dass eine Kampagne losgetreten wurde, damit möglichst viele den Namen „Claudia Grau“ auf den Wahlzettel schreiben.
Psychologisch erklärt wird dies alles vielleicht durch eine unerfüllte Liebe: Man hatte sich von Otmar Heirich mehr für seine eigenen Ziele erhofft, und als OB für alle hat er sie enttäuschen müssen. So wird es aber allen gehen, die jetzt von diesen Kreisen auf den Schild gehoben werden.
Acht Jahre sind für eine Stadtentwicklung eine kurze Zeit. Vieles wurde in den letzten Monaten auf den Weg gebracht. Und mit Claudia Grau steht nun eine Bürgermeisterin parat, die bereit ist, im Team mit Otmar Heirich Nürtingen weiterzuentwickeln. Deshalb: noch eine weitere Amtszeit für Otmar Heirich! Die Wählerinnen und Wähler haben bei der Neuwahl am 23. Oktober noch eine Chance dazu. Hans-Wolfgang Wetzel
